
sk.Ingelheim. Vier Europäische Rekorde, acht Deutsche und acht Schweizer Rekorde, geschwommen von 211 aktiven Schwimmern aus 59 in- und ausländischen Vereinen, damit waren die Veranstalter des 20. Internationalen Masters Wettkampfes vom 1. SSV Ingelheim mehr als zufrieden. Zum dritten Mal konnte die Traditionsveranstaltung, die 1990 im Ingelheimer Hallenbad Premiere hatte, jetzt im Regionalbad "Rheinwelle" in Gau-Algesheim ausgetragen werden. Auch einige Jahre "Exil" im Bad in Gensingen, nachdem das Ingelheimer Schwimmbad abgerissen worden war, hat dem Interesse an dem bewusst früh im Jahr terminierten Wettkampf nichts anhaben können, wie der Vorsitzende Sven Brodt bei der Begrüßung betonte.
In der Vereinspokalwertung konnte der gastgebende 1. SSV Ingelheim den Damen- als auch den Herrenpokal erringen und beide Trophäen, wie üblich, an die jeweils nächstplatzierten Mannschaften weitergeben. Den Damenpokal konnten so erstmals die starken Schwimmerinnen vom SV Beider Basel mit nach Hause nehmen. Der Pokal der Herren ging an die SG EWR Rheinhessen, die den Pokal zum 12. Mal, und zum zweiten Mal in Folge gewann.
Die geschwommenen Europarekorde blieben in diesem Jahr bei den Schweizern: Susanne Keller von den Limmat Sharks Zürich holte in ihrer Altersklasse 25 zwei Rekorde über 800 und 1500 m Freistil in 8.57,87 min und 16.47,66 min. Regula Steiger (AK 55) vom SV Beider Basel war über 50 m in Freistil und Brust in 0.29,46 min und 0.38.88 min nicht zu schlagen. Über 100 m Lagen reichte ihre Zeit von 1.19,57 min noch für einen weiteren Schweizer Rekord.
Irene Nestor (AK55) schwamm über 200 Rücken (3.08,45 min) und 400 m Lagen (6,53,13 min) ebenso Schweizer Rekorde wie ihr Vereinskamerad vom SV Beider Basel, Stefan Brand (AK 25) über 50 m und 100 Freistil (0.23,95 min. und 052,28 min).
Einen Deutschen Rekord holte Barbara Gellrich (AK 45) von den SG EWR Rheinhessen über 100 m Lagen in 1.11,38 min, Elke Schmitz (AK 45) vom SSF Bonn schwamm über 50 und 100 m Brust (0.35,48 min und 1.20.38 min) zweimal auf die Rekordliste. Antje Auhl (AK 30) von der SG Frankfurt erzielte über 200 m Schmetterling in 2.26 23 min. Deutschen Rekord, ebenso Uwe Böhr (AK 40) vom 1. FC Nürnberg über 400 m Lagen in 4.55,89 min und Hans-Günther Pock (AK 55) von der SG Führt über 1500 m Freistil in 19.52,05 min. Und schließlich reihten sich noch zwei „Altstars“ der Veranstaltung, der 70jährige Helmut Richter von der SG Gladbeck und die 75jährige Maren Piskora von der SSG Neptun Germering in die Rekordliste ein: Richter über 400 m Freistil in der Zeit von 5.44,53 min und Piskora über 1500 m Freistil in 35.18,1 min.
Die von der Mainzer Volksbank und der Sparkasse Rhein-Nahe ausgelobten Pokale für die punktbesten Einzelleistungen auf der kurzen und der langen Strecke gingen an Maren Piskora und Regula Steiger. Die Ingelheimer Schwimmer Manfred Drescher, Gaby Dach und Torsten Kassebeer landeten auf der Punkteliste auf den Plätzen 14, 18 und 20.
Erfolgreichste Ingelheimer Schwimmer waren Torsten Kassebeer (AK 40) und Andreas Weinz (AK 25) mit jeweils vier ersten Plätzen. Beide konnten außerdem über ihre Paradestrecken 50 m Freistil in 0.25,61 min (Kassebeer) und 200 m Brust in 2.53.90 min (Weinz) Vereinsrekorde aufstellen. Dreimal auf Rang eins landete Vielstarterin Teresa Siegrist bei ihren 15 Einzelstarts,. Ebenfalls drei erste Plätze erzielte Renate Winternheimer. Gaby Dach holte zweimal Gold, Manfred Drescher, Michael Maus und Paul Siegrist je einmal.
Vier erste Plätze konnten auch die Staffeln verbuchen: Michael Maus, Torsten Pfoh, Andreas und Stefan Weinz waren in 1.59,15 min über 4 mal 50 m Freistil und über 4 mal 50 m Lagen (2.14,86 min) siegreich. Die beiden 4 mal 50 m Lagen Staffeln der Frauen waren in den Altersklassen 120 und 200 mit der Besetzung Claudia Klesy, Renate Winternheimer, Gaby Dach und Anke Menk in 2.46,91 min . sowie mit Ulrike Ritz, Katrin Hadamik, Teresa Siegrist und Iris Berr (2.35,21 min) siegreich.