Sonntag morgens, Punkt 7:50, ganz Ingelheim schläft noch, nur auf dem Parkplatz LIDL trifft sich eine mysteriöse Gemeinschaft mit einem gemeinsamen Ziel: Das Hallenbad in Oppenheim.
Nach einer etwa 35-minütigen mehr oder langweiligen Fahrt haben wir unser Ziel erreicht. Von freudiger Erwartung getrieben wollten wir das Hallenbad im Sturm nehmen, doch schon beim aufschlagen der Autotüren schlug uns ein Geruch entgegen, der uns erst einmal in die sitzkissen zurückwarf,und schon bald hatten einige von uns gerätselt, ob denn die Putzkräfte des Oppenheimer Schwimmbades alle krank seien, als es Entwarnung gab. Alle Putzkräfte erfreuten sich bester Gesundheit und der Gestank kam auch nich aus der Richtung unseres Zieles sondern wehte von der anderen Straßenseite herüber, wo sich das städtische Klärwerk befand.
Im Hallenbad angekommen, spurtete Moni sofort zur Kampfrichtersitzung, zu der sie sowieso schon zu spät war. Dann hieß es Einschwimmen, denn bis zum Wettkampfbeginn waren es nur noch wenige Minuten. Direkt danach ging es los, so dass einige nicht einmal die Zeit hatten, noch mal kurz zur Ruhe zu kommen, denn schon im zweiten Lauf mussten die ersten unserer Ingelheimer Meister an den Start. Schon vor Beginn der Staffeln hatten einige unserer SchwimmerInnen schon ihre 1. Goldmedaille geholt. Auch bei den Staffeln holten wir zwei 3. Plätze. Danach ging es wieder weiter mit den normlen Wettkämpfen, doch nicht allzu lange, denn schon bald folgte die Mittagspause. Diese nutzten die meisten für ein ausgiebiges Mittagessen, ob es nun mitgebracht oder an Ort und Stelle erstanden war. Danach verbrachte man die Zeit mit Plantschen im Wasser oder man hing einfach nur vorm Gameboy ab (Gruß an Max :-) ).Doch viel Zeit, im Wasser zu spielen, blieb uns nicht, denn erst hieß es: "Runter von der Leine, die könnte reißen" und dann "Alle rauskommen, es geht weiter". Auch im 2. Abschnitt hieß es oft: "Auf zum Treppchen, eine Medaille wartet", was einige von uns herzlich freute. Ansonsten verlief der Abschnitt aber eigentlich wie der 1., wenn wir nicht gerade unsere Kameraden anfeuerten oder selber schwammen, spielten wir Karten oder Gameboy, hörten Musik oder holten Medaillen ab. Um etwa 4 Uhr liefen die Wettkämpfe aus und wir begaben uns nach dem Zusammenpacken unserer wenigen mitgenommenen Habseligkeiten zu den Umkleiden. Draußen vor den Umkleiden wurden dann die letzten Medaillen und Pokale vergeben, wobei Simon für den schnellsten Spurt über 25 Meter mit einem Pokal geehrt wurde. Danach verabschiedeten sich nach und nach immer mehr Mitglieder unserer Gemeinschaft und wandten sich heimwärts. Am Ende fanden wir uns alle froh, aber doch recht erschöpft wieder zu Hause ein.
Felix Ehrhard