Alternativen

Ist die Entscheidung der Oberbürgermeister wirklich das, was es für einen zukunftsfähigen Schwimm-Sportbetrieb in Ingelheim braucht? Oder ist die Einigung nicht doch nur eine Ablenkung der eigentlichen Probleme, die der Schwimmsport seit Jahrzehnten anmahnt?

Es ist bedenklich, dass eine Stadt wie Ingelheim beim Thema Sport einzig auf finanzielle Rentabilität schaut. Hierbei sind Parallelen zum Krankenhaus nicht von der Hand zu weisen.

Bei beiden „Baustellen“ handelt(e) man rein aus wirtschaftlicher Sicht und nicht nach den Bedürfnissen der Bevölkerung. Ein Krankenhaus kann nun mal keine schwarzen Zahlen schreiben, genauso wenig ein reines (Sport-)Schwimmbad. Es geht doch nur darum, dass alles viel Gewinn abwerfen muss.

Was die Rheinwelle angeht: Gerade der finanzielle Druck, der auf dem Schwimmbad lastet, wird 1:1 an die Vereine weitergegeben. Kein Anbau an der Rheinwelle wird dies lösen können, immer wieder wird die Schwarze Null an erster Stelle stehen. Ich bitte alle Beteiligten, weitere Alternativen zu prüfen. Etwa 50-Meter Becken mit nur sechs Bahnen ohne Lehrschwimmbecken, dafür mit einem variablen Hubboden, welcher dann für die Nutzung einer Beckenhälfte als Lehrschwimmbecken dient.

Leserbrief von Paul Siegrist, Ingelheim
(veröffentlicht in der AZ vom 13.03.2021)